Marokko erreichte 2022 das Halbfinale, und ganz Afrika träumt davon. Könnte ein afrikanisches Team die große Überraschung der WM 2026 werden? Wir liefern die Fakten.
WIE VIELE NEUE STADIEN WURDEN FÜR DIE WM 2026 GEBAUT?
Haben Sie sich schon gefragt, ob die WM 2026 in brandneuen oder nur renovierten Stadien stattfinden wird? Mit 48 Mannschaften benötigt dieses Turnier mehr Platz als je zuvor. Doch anders als bei früheren Weltmeisterschaften, bei denen Stadien komplett neu gebaut wurden, verfolgte man dieses Mal einen anderen Ansatz: Bestehende Spielstätten wurden genutzt, renoviert und auf Weltklasseniveau gebracht. In diesem Artikel erfahren Sie, wie viele Stadien wirklich neu sind, welche modernisiert wurden, welche Überraschungen sie bereithalten und wie sich die einzelnen Gastgeberstädte auf das mit Spannung erwartete Ereignis für Fußballfans vorbereitet haben. Wir präsentieren Ihnen außerdem interessante Fakten, Kosten in Millionenhöhe, Rekordkapazitäten und die Vor- und Nachteile des Umstiegs auf neue Stadien. Seien Sie gespannt – es wird fantastisch!
Wurden neue Stadien gebaut?
Auch wenn es unglaublich klingt, wurden für die Weltmeisterschaft 2026 keine komplett neuen Stadien von Grund auf neu gebaut. Stattdessen wurden umfangreiche Renovierungen und Modernisierungen für bestehende Stadien in den USA, Mexiko und Kanada vorgenommen. Die FIFA und die Gastgeberländer trafen diese Entscheidung aus Gründen der Nachhaltigkeit, der Kosten und der Nutzung nach der Weltmeisterschaft.
USA: 11 der 16 Spielstätten befinden sich in den USA, und alle Stadien existierten bereits und wurden hauptsächlich von der NFL genutzt. Lediglich am Fußballplatz selbst wurden Anpassungen vorgenommen, wie z. B. Naturrasen, Änderungen an den Tribünen, Barrierefreiheit und VIP-Bereiche.
Mexiko: Alle drei Spielstätten (Estadio Azteca, BBVA und Akron) wurden renoviert, insbesondere das Azteca, das bereits zum dritten Mal für eine Weltmeisterschaft modernisiert wird.
Kanada: Toronto und Vancouver werden ebenfalls bestehende Stadien nutzen, die in puncto Technologie, Barrierefreiheit und Kapazität verbessert wurden.
Kurz gesagt: Es gibt keine komplett neuen Stadien, aber es wurden umfangreiche Renovierungen durchgeführt, die Sportstätten in wahre WM-Highlights verwandelt haben. Dies markiert einen Mentalitätswandel im Vergleich zu früheren Ausgaben wie Südafrika 2010 oder Brasilien 2014, bei denen mehrere Stadien komplett neu gebaut wurden. Warum nicht neue bauen? FIFA und die Gastgeber argumentieren, dass der Bau neuer Stadien teuer, zeitaufwendig und oft nicht nachhaltig sei. Es gibt beispielhafte Fälle wie das Natal-Stadion (Brasilien 2014), das heute leer steht. 2026 lautete der Fokus: „Bestehendes nutzen und verbessern.“ Klug oder geizig? Entscheiden Sie selbst.
Bemerkenswerte Renovierungen und Millionenkosten
Obwohl keine neuen Stadien gebaut wurden, waren die Renovierungen enorm. Einige kosteten mehr als ein kompletter Neubau. Hier stellen wir Ihnen die beeindruckendsten vor:
Azteca-Stadion (Mexiko-Stadt): wurde renoviert und schrieb Geschichte als einziges Stadion, das drei Weltmeisterschaften ausrichtete. Über 150 Millionen Dollar wurden in Logen, LED-Technik, Barrierefreiheit, den Pressebereich und bauliche Verbesserungen investiert.
AT&T-Stadion (Arlington, Texas): Auch bekannt als „Jerry World“, erhielt eine Investition von 295 Millionen Dollar, um den Rasen anzupassen, die Umkleidekabinen zu vergrößern und den Zugang zu optimieren. Es bietet Platz für bis zu 100.000 Zuschauer. Ja, Sie haben richtig gelesen.
BC Place (Vancouver, Kanada): Es wurde modernisiert und verfügt nun über ein einziehbares Dach, neue Sitze, einen 4K-Bildschirm und ein WLAN-Netzwerk mit hoher Dichte für mehr als 50.000 gleichzeitige Nutzer.
BBVA Stadium (Monterrey): Obwohl es modern ist (Eröffnung 2015), wurden die Sicherheitsbereiche, Zugangspunkte und VIP-Logen aktualisiert, um den FIFA-Standards zu entsprechen.
SoFi Stadium (Inglewood, Kalifornien): Es ist eines der luxuriösesten Stadien der Welt. Allein die Renovierung, um es „fußballtauglich“ zu machen, kostete fast 400 Millionen Dollar. Insgesamt werden die Renovierungs- und Modernisierungskosten für die Weltmeisterschaft auf über 2,2 Milliarden Dollar geschätzt. Weniger als ein kompletter Neubau, aber trotzdem … eine Wahnsinnsinvestition! Technologie und Luxusausstattung. Diese Stadien sind nicht nur schön, sondern auch intelligent. Die meisten bieten:
360°-Riesenbildschirme
Zonen-LED-Beleuchtung
Augmented-Reality-Apps zum Ansehen von Wiederholungen vom Sitzplatz aus
Surround-Sound-System und individuell auf das Heimteam abgestimmte Atmosphäre
Barrierefreie Fanzonen, Sinnesbereiche und barrierefreie Toiletten
Umweltauswirkungen und das Vermächtnis nach der Weltmeisterschaft
Eines der Hauptargumente gegen den Bau neuer Stadien war die Vermeidung des „White Elephant Effect“: jener Megastrukturen, die nach der Weltmeisterschaft leer und ungenutzt zurückbleiben. In dieser Ausgabe liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und sozialem Erbe.
Alle Stadien haben Pläne für die Nutzung nach der Weltmeisterschaft: Konzerte, lokale Ligen, Hochschulsport oder Firmenveranstaltungen.
Umweltengagement: An jedem Veranstaltungsort wurden Regenwassernutzungsanlagen, Solaranlagen und Abfallmanagementsysteme installiert.
Nachhaltige Mobilität: Viele Veranstaltungsorte haben ihre öffentlichen Verkehrsnetze und Fahrradabstellanlagen ausgebaut.
Kreislaufwirtschaft: Materialien aus früheren Stadien, wie Sitze, Kabel und Metallkonstruktionen, wurden wiederverwendet.
Bürgerbeteiligung: In mehreren Städten Projekte in nahegelegenen Vierteln wurden mit Verbesserungen der städtischen Infrastruktur und Grünflächen verknüpft.
Wissenswertes und Rekorde
Wussten Sie, dass das SoFi Stadium den Rekord für die meisten Bildschirme pro Quadratmeter in einem Stadion hält? Oder dass das Aztekenstadion als erstes in seiner Geschichte drei WM-Eröffnungsfeiern ausrichten wird? Und dass das AT&T Stadium sein Format mit beweglichen Paneelen je nach gespielter Sportart ändern kann?
Insgesamt war kein Stadion neu, aber alle werden „neu für den Weltfußball“ sein. Und das, lieber Fan, ist auch wertvoll. Weniger Beton, mehr Tore.
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