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WELCHE TEAMS WERDEN BEI DER WM 2026 IM KOUNTERANGRIFF SPIELEN?
Bei einer Weltmeisterschaft, bei der jeder den Ball haben will, gibt es immer noch Teams, die lieber geduldig abwarten und blitzschnell zuschlagen. Der Konter – dieser altbewährte, tödliche Trick – wird auch bei der WM 2026 eine starke Waffe sein. Mit mehr Mannschaften als je zuvor (48), unterschiedlichen Spielstilen und einer neuen Generation von Taktiktrainern werden wir viele Nationalmannschaften sehen, die auf Schnelligkeit, eine gut organisierte Defensive und einen eiskalten Abschluss im offenen Spiel setzen. Wir zeigen Ihnen anhand von Daten, Beispielen und purer Fußballleidenschaft, welche Teams das Zeug dazu haben, mit dieser Strategie zu glänzen.
Die Klassiker des Konterangriffs
Es gibt Mannschaften, die den Konterangriff seit jeher zu ihrem Markenzeichen gemacht haben. Dabei geht es nicht darum, „an der Latte zu hängen“, sondern darum, mit Schnelligkeit, Organisation und Präzision zuzuschlagen, wenn der Gegner es am wenigsten erwartet. Bei der Weltmeisterschaft 2026 könnten einige dieser Mannschaften die Erfolgsformel wiederholen, die ihnen in früheren Turnieren zum Erfolg verholfen hat.
Mannschaften mit einer Tradition im Konterangriff
Japan: Ihre Schnelligkeit im Umschaltspiel ist Weltklasse. Bei der WM 2022 in Katar überraschten sie Deutschland und Spanien mit aggressivem Pressing und schnellen Kontern. Südkorea: Mit Spielern wie Son Heung-min liegt ihre Stärke im schnellen Laufen und im Abschluss mit nur zwei Ballberührungen. Schweiz: Defensiv solide und im Konterspiel brandgefährlich. Die Schweiz bereitet den Giganten seit Jahren mit ihrem mittelhohen bis tiefen Abwehrblock und effektiven Kontern Probleme. Polen: Obwohl sie Lewandowski in ihren Reihen haben, sind sie nicht an Ballbesitzdominanz interessiert; sie bevorzugen es, abzuwarten und dann zu schießen. Marokko: Als Halbfinalist von 2022 spielten sie mit perfekten Umschaltmomenten und einer felsenfesten Abwehr. 2026 könnten sie diesen Erfolg wiederholen.
Interessante Tatsache: Marokko hatte bei der WM 2022 in Katar durchschnittlich nur 31 % Ballbesitz, wurde aber Vierter. Die Botschaft ist klar: Ballbesitz allein entscheidet nicht immer über Sieg oder Niederlage.
Neue Teams mit Konterpotenzial
Mit der Erweiterung auf 48 Teams geben viele ihr WM-Debüt. Einige reisen mit weniger technischen Ressourcen an, haben aber eine klare Spielweise: Ballbesitz abgeben und mit Schnelligkeit zuschlagen. Diese Teams könnten für Überraschungen sorgen, wenn sie ihre Strategie verfeinern.
Teams, die man aufgrund ihres direkten Spielstils im Auge behalten sollte
Usbekistan: schnell, organisiert und mit Spielern in europäischen Ligen. Sie könnten der neue Geheimfavorit sein.
Jamaika: Mit Spielern wie Antonio und Bailey verfügen sie über die nötige Physis und Schnelligkeit für Konter.
Kanada: Das haben sie bereits 2022 bewiesen: Dank Alphonso Davies müssen sie den Ball nicht dominieren, um innerhalb von Sekunden in den Strafraum zu gelangen.
Iran: Eine traditionell defensive Mannschaft mit schnellen Stürmern. Ideal für reaktiven Fußball.
Australien: Sie sind immer zäh, laufen wie kaum ein anderes Team und sind gut organisiert. Das perfekte Profil für den Konter.
Diese Teams, auch ohne große Stars, können zu den Protagonisten der Weltmeisterschaft gehören, wenn sie ihre Taktik verfeinern. Der „Anti-Fußball“ der Vergangenheit gilt heute als intelligenter Fußball, wenn er diszipliniert und mit klarer Taktik umgesetzt wird. Kurios: Kanada erzielte das schnellste Tor der WM 2022 (68 Sekunden) mit einem langen Pass und nur drei Ballberührungen aus der eigenen Hälfte. Ein lupenreiner Konter.
Auch große Teams setzen auf Konter
Nicht nur die „kleinen“ Teams spielen auf Konter. Viele große Teams nutzen diese Taktik als Plan A oder B, je nach Gegner. Denn Starspieler zu haben bedeutet nicht, dass man immer dominieren muss. Manchmal ist Abwarten die beste Strategie.
Mächte, die das Warten beherrschen
Frankreich: Weltmeister 2018 und Finalist 2022. Ihr Spielstil: Abwarten und mit Mbappé und Co. im offenen Spiel zuschlagen.
England: Obwohl sie Ballbesitz haben, setzen sie stark auf lange Pässe und nutzen Räume, um die Schnelligkeit von Saka und Rashford auszuspielen.
Portugal: Seit der Ära Fernando Santos basiert ihr Spiel auf einer soliden Verteidigung und Angriffen mit wenigen Ballkontakten. Mit Roberto Martínez vereinen sie nun beides.
Uruguay: Klassischer „Charrúa-Kampfgeist“: stark in der Verteidigung und blitzschnell im Konterspiel. Mit Darwin Núñez und Pellistri ist ihnen Tempo garantiert.
Senegal: Ein athletisches, solides Team, brandgefährlich bei der Balleroberung. Eine ideale Mischung für den modernen Konter.
Der Konter ist nicht länger nur kleinen Mannschaften vorbehalten. Er ist ein ebenso wichtiges taktisches Mittel wie Ballbesitz. Und in einem Turnier mit so vielen verschiedenen Spielstilen ist es fast genauso wertvoll, zu wissen, wann man den Ball abgeben sollte, wie ihn zu haben.
Interessante Tatsache: Frankreich hatte bei seinen letzten drei Weltmeisterschaften durchschnittlich weniger als 50 % Ballbesitz. Trotzdem wurden sie Weltmeister, Vizeweltmeister und erreichten das Finale der Europameisterschaft. Nicht schlecht für eine Mannschaft, die als „reaktiv“ gilt.
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